Diskurse, Teil 1: Wut und Wüterich

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14.05.2026 17:00 Café Schimmerlos, Friedrich-Ebert-Straße 85 ⬝ 16/8 €

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Erbitterte Debatten, gepflegte Feindschaften, ungefilterte Hasstiraden: Die sozialen Medien bieten den idealen Nährboden für Wut in all ihren Ausprägungen. Was früher als Geschmacksfrage galt, eskaliert heute zur digitalen Kampfzone.

In diesem Klima wächst eine Generation von Männern heran, die maskuline Stärke propagiert, aber zugleich hochgradig empfindlich reagiert, wenn ihr (Selbst-)Bild ins Wanken gerät. Besonders dann, wenn Frauen widersprechen.

Mit Veronika Kracher ("Bitch Hunt") und Johannes Franzen ("Wut und Wertung") treffen zwei Stimmen aufeinander, die sich mit genau diesen explosiven Dynamiken auseinandersetzen. So entsteht ein Gespräch über die radikale Streitkultur unserer Zeit.

Konzept und Moderation: Elisa Aseva, Diskurse-Gastkuratorin der WLB26.

Die Buchhandlung Laurenz & Luise ist mit einem Büchertisch vor Ort.

Barriere und Anreise:
Der Zugang und die Toiletten sind nicht barrierefrei. Die Anreise kann über die Haltestelle Robert-Daum-Platz erfolgen, die etwa 80 m (Bus) bzw. 150 m (Schwebebahn) entfernt ist. Dort verkehren die Buslinien 600, 601, 611, 619 und 649. Parkplätze sind im umliegenden Wohngebiet vorhanden, die Suche erfordert jedoch etwas Zeit.

Über die Mitwirkenden

Veronika Kracher hat Soziologie und Literaturwissenschaften studiert und ist als Autorin, Publizistin und Bildungsreferentin tätig. Seit 2015 beschäftigt sie sich mit den Themenfeldern digitale Misogynie, Antifeminismus, Online-Radikalisierung und Rechtsextremismus. 2020 veröffentlichte sie das breit besprochene Buch Incels – Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults, 2026 erschien mit Bitch Hunt ihr zweites Buch.

Johannes Franzen ist Literaturwissenschaftler und Mitarbeiter am Germanistischen Institut der Universität Mannheim. Er spricht und publiziert regelmäßig zu kulturellen Themen und Kontroversen u. a. im Deutschlandfunk Kultur sowie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der taz und auf ZEIT Online. Er ist Mitbegründer und -herausgeber des Online-Feuilletons 54books und schreibt den Newsletter Kultur und Kontroverse.

Elisa Aseva ist Autorin aus Berlin, sie schreibt literarische Kurztexte und politische Kommentare im Netz. Ihr Buch Überstunden erschien 2021 im Weissbooksverlag. Neben ihrer literarischen Tätigkeit engagiert sie sich in antifaschistischen Netzwerken, hat z.B. die Veranstaltungsreihe Left in Darkness und das Bündnis Feminism Unlimited mit ins Leben gerufen. Sie hat sich aber vorgenommen, sich in der nächsten Zeit wieder ausgiebiger der Literatur zu widmen.

 

Veronika Kracher. Foto: Nils Grünwald
Johannes Franzen. Foto: Marion Koell