Wut und Gedichte, geht das überhaupt zusammen?
Die Lyrik gilt allzu oft als zartes Pflänzchen – dabei ist sie das Trojanische Pferd der Literatur. In wenigen Worten enthält sie ganze Welten, auf engstem Raum erweitert sie unseren Horizont. Und selbstverständlich kann Lyrik wütend sein.
Mariam Meetra und Sebastian Schmidt folgen ihren Spuren von den Krisen der Weltpolitik bis hinein in die atmosphärischen Verwerfungen des Alltags. Im Gespräch mit Moderatorin Simone Scharbert geht es um Lyrik als Überlebenstechnik – und um die Frage, warum Gedichte heute vielleicht dringender sind denn je.
Die Buchhandlung Laurenz & Luise ist mit einem Büchertisch vor Ort.
Barriere und Anreise:
Der Eventspace Skyline ist vollständig barrierefrei über einen Aufzug bis in das 5. Obergeschoss erreichbar, alle relevanten Bereiche sind stufenlos zugänglich. Die Toilette ist per Aufzug erreichbar, beim Öffnen der Tür kann jedoch Unterstützung erforderlich sein, sie ist ansonsten rollstuhlgerecht. Die Anreise erfolgt über die Haltestelle Wall mit den Buslinien 603, 607, 613, 620, 625, 628, 635, 643, 645, 647, CE65, SB69 sowie über die Haltestelle Morianstraße mit denselben Linien, beide Haltestellen sind ca 180 m entfernt. Die Location ist ebenfalls mit der Schwebebahn über den Hauptbahnhof zu erreichen (ca. 600 m entfernt). Parkmöglichkeiten bestehen in den Parkhäusern Rathaus-Galerie und in der Tiefgarage Neumarkt.
Mariam Meetra, geboren in Afghanistan, ist Dichterin und Journalistin. Sie war literarische Kuratorin für die Deutsche Welle sowie für das Beethovenfest in Bonn. Sie ist Mitglied des afghanischen PEN. Ihr erster Lyrikband Leben am Rand erschien 2013 in persischer Sprache. Mit Ich habe den Zorn des Windes gesehen legt sie ihren ersten Gedichtband in deutscher Sprache vor. Meetras Gedichte wurden in mehrere Sprachen übersetzt, darunter Arabisch, Englisch und Norwegisch.
Sebastian Schmidt, geboren 1983, schreibt Prosa, Lyrik und Essays. Als Mitglied des Netzwerks Other Writers Need to Concentrate setzt er sich kritisch mit dem Thema Care-Arbeit und Schreiben auseinander. Sein erster Lyrikband, so stelle ich mir den gesang von erst kürzlich mutierten finken vor, erschien 2022. Im selben Jahr war er für den Dresdner Lyrikpreis nominiert. 2024 war er Finalist des Lyrikpreis Meran und gewann den Medienpreis der italienischen Rundfunkanstalten (RAI). 2025 folgte sein zweiter Lyrikband abtauchen, egal. Texte des Autors wurden ins Tschechische, Französische und Englische übersetzt.
Simone Scharbert lebt und arbeitet als freie Autorin und Dozentin in Erftstadt. Sie schreibt Prosa und Lyrik, vorzugsweise im „Dazwischen“ der Genres. Ihr Schreiben fokussiert u. a. marginalisierte Biografien und Fragen der gesellschaftlichen Zuschreibungen. Ausgezeichnet wurde Scharbert u. a. mit dem Gisela-Scherer-Preis für Lyrik, einem Arbeitsstipendium der Kunststiftung NRW und dem Erftstädter Kulturpreis. 2025 veröffentlichte sie Für Anna. Eine Belichtung (2025), im Sommer 2026 erscheint a l p h a b e t d e s w a s s e r s (ein Langgedicht zur Flut 2021).