Wie klingt eine Idee, bevor sie Form annimmt? Wie lässt sich Wut literarisch bändigen oder überhaupt erst herausschreiben? Und welcher Weg führt von der ersten Notiz bis zum Gewinn des Schreibwettbewerbs der Wuppertaler Literatur Biennale?
Hinter jedem prämierten Text verbirgt sich ein oft unsichtbares Konstrukt aus Recherche, Verwerfen und Neuschreiben. Meist steht das fertige Werk im Rampenlicht, während der eigentliche Entstehungsprozess im Hintergrund bleibt. Im Festivalzentrum WTF – Wut trifft Freiraum holen wir genau diesen Prozess nach vorne und laden zum Gespräch mit der diesjährigen Preisträgerin des Schreibwettbewerbs der Wuppertaler Literatur Biennale, Nina Kiedrowicz, ein.
In einem lockeren Austausch blicken wir gemeinsam hinter die Kulissen. Wir sprechen weniger über das fertige Ergebnis, sondern vielmehr über das Handwerk: Wie filtert man aus einer Ausschreibung den entscheidenden Impuls? Wie strukturiert man den eigenen Schreibfluss und wie geht man die Herausforderung einer Wettbewerbsbewerbung an? Das Gespräch bietet die Gelegenheit, die literarische Praxis aus erster Hand kennenzulernen. Ein Austausch, der vor allem für Schreibinteressierte praktische Impulse liefert – nahbar, ungeschönt und direkt am Schreiballtag.
Die 1992 im Ruhrgebiet geborene Autorin Nina Kiedrowicz studierte Literaturwissenschaft (B.A.) und Stadtforschung (M.A.) an der Universität Duisburg-Essen. Nach ihrem Weg in die Freiberuflichkeit im Jahr 2021 widmet sie sich in ihren Texten vor allem jenen Stimmen, denen in der Öffentlichkeit wenig Raum gegeben wird. Aktuell absolviert sie ein Zweitstudium der Sozialen Arbeit und ist in Berlin sowie Essen ansässig.