Was bleibt, wenn sich die vertraute Welt auflöst?
Navid Kermani verdichtet in seinem Roman "Sommer 24" einen Moment, in dem für seinen Erzähler Weltpolitik und Privates untrennbar ineinandergreifen. Nichts ist mehr selbstverständlich: Freundschaften enden, Kriege rücken näher, die Debatten werden schriller. Was hält dieser Realität noch stand?
Inmitten politischer Instabilität und persönlicher Verunsicherung entsteht ein Text, der Widersprüche nicht auflöst, sondern sichtbar macht und aushält. Eine literarische Selbstbefragung in Zeiten, die liberalen Gesellschaften ihr Fundament entziehen.
Wie lässt sich von unserer erschütterten Gegenwart erzählen? Eine von vielen Fragen, denen sich Navid Kermani im Gespräch mit Verena Lueken nähert.
Die Buchhandlung Laurenz & Luise ist mit einem Büchertisch vor Ort.
Barrieren und Anreise:
Die Immanuelskirche ist über eine Rollstuhlrampe am Haupteingang zugänglich, der Innenraum ist ebenerdig und bietet ausreichend Bewegungsfläche. Eine barrierefreie Toilette ist vorhanden. Die Anreise erfolgt über die Haltestelle Wichlingshauser Straße mit den Buslinien 332, 608, E808, E810, E812, E884, E890 (100 m entfernt) sowie über die Schwebebahnhaltestelle Wupperfeld, die ca. 200 m entfernt liegt. Parkmöglichkeiten bestehen am Bahnhof Oberbarmen (400 m entfernt).
Navid Kermani, geboren 1967 in Siegen, lebt als freier Schriftsteller in Köln. Er ist habilitierter Orientalist und Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Für seine Romane, Essays, Reportagen und Monographien wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Kleist-Preis, dem Joseph-Breitbach-Preis, dem Hölderlin-Preis, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels und 2024 mit dem Thomas-Mann-Preis für seinen Roman Das Alphabet bis S.
Verena Lueken ist Autorin und Kritikerin, lange Jahre als Redakteurin und Korrespondentin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ihre Texte erscheinen darüber hinaus zum Beispiel im Merkur und der Berlin Review, sie veröffentlichte Bücher zum Kino und zu New York, wo sie lange lebte, sowie zwei Romane (Alles zählt und Anderswo). Im Herbst 2025 erschien ihr Buch Alte Frauen im Ullstein Verlag über Künstlerinnen, Tänzerinnen und Schriftstellerinnen jenseits der Achtzig, hochgelobt von der Kritik als „Buch der Zuversicht“.